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Kilaara

Fortgeschrittener

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1

Mittwoch, 9. September 2009, 16:30

Als Onlinegaming noch was mit Rollenspiel zu tun hatte.

Keine Vergangenheit der DT sondern des CoH aber von einem DTMitglied (Vorstellung/Bewerbung meiner Schurkin)



Es ist Abend und in der Halle des Gildenhauses des Circle of Heroes prasselt das Feuer, die Kerzen brennen in den Kandelabern und auf den Tischen.
Plötzlich und ohne erkennbaren Grund entfacht sich das Feuer zu neuer Höhe und die Kerzen flackern stärker als ob ein Neuankömmling den Saal betreten hätte - aber - niemand sah das Tor sich öffnen. Die anwesende Meisterdiebin Aerit Ambermoon - wohl die einzige die von den flackernden Kerzen irritiert wurde - blickt sich aufmerksam um. Für die Meisterdiebin ist klar dass jemand, der offensichtlich nicht gesehen werden will den Raum betreten hat. Ihr Körper scheint kurz zu verharren und sich dann übergangslos in Nichts zu verwandeln. Erst vor der einzigen Tür des Raumes wird sie wieder sichtbar, wobei sie - im Gegensatz zu ihren sonstigen häuslichen Gepflogenheiten - ihre gefürchteten Dolche in den Händen hält. Sie verharrt dort mit einem leichten Lächeln auf den Lippen harrend der Dinge die da kommen sollten.

" Sag mal hast du meinen Bogen gesehen " fragt Leeander den neben ihm sitzenden Jupp. "Wieso" entgegnet dieser " der liegt doch direkt neben meinem Humpen mit Met ... ". Jupp verstummt denn der Humpen Met auf den er zeigen wollte ist ebenfalls nicht mehr zu sehen. Aerit schmunzelt stärker . Es scheint als ob ein "Kollege" hier ein kleines Spässchen veranstalten wolle. Ihre Haltung enstpannt sich leicht und irgendwie sind auch die Dolche wieder verschwunden.

" War da nicht gerade was? " murmelt Nebuchadnezzar stutzt und überblickt noch einmal die Patience, die vor ihm auf dem Tisch ausgebreitet liegt, sucht den restlichen Tisch ab, schaut unter den selbigen, stutzt nochmals und murmelt "Hm ... seltsam .... ich hatte doch die Herz Dame schon offen vor mir liegen ..... oder?". Er wirkt unschlüssig als zweifle er an seinem eigenen Wissen. "Welche 'Herz Dame' ist es denn diesmal Nebu" will Mysticasia wissen die das Gemurmel vernommen hat. "Wäre ja echt mal was neues eine 'Herz Dame' vor dir und dazu noch offen liegend ".

Ein leises Lachen ertönt und - als hätte sie da schon immer gestanden - eine anmutige Teir D'ahl - bei deren Anblick dem sonst so redegewandtem Nebuchadnezzar der Atem stockt - lehnt gemächlich neben dem Kamin, gestützt auf den prächtigen Bogen, den Leeander gerade noch sein eigen nannte. Vor sich auf dem Boden den Stab eines Schamanen, den Geldbeutel eines Wizards, einige andere Wertgegenstände der anwesenden Damen und Recken, in der anderen Hand den Humpen mit Met, den sie jetzt für einen genüsslichen Zug zu den Lippen führt. Nachdem sie den Krug abgesetzt hat dreht sie sich Richtung Eingangstür, verbeugt sich leicht und murmelt " Meisterin ", während ihre Finger einen verschlungenen Tanz aufzuführen scheinen. Aerit gibt das Nicken zurück und auch ihre Finger scheinen zu tanzen wobei sich das Lächeln auf ihrem Gesicht noch verstärkt.

Nachdem nun diese Zeremonie beendet zu sein scheint wendet die Teir D'ahl sich erneut den übrigen Anwesenden zu. "Nun werte Damen und Herren," spricht sie mit einer Stimme deren Grösse und Tiefe im Widerstreit zu den zierlichen Formen ihres Körpers steht
" Ich wollte euch meine Aufwartung machen und um Aufnahme in Eure Gilde bitten.

Zuerst aber verzeiht mir meine kleinen diebischen Scherze, die Sachen geb' ich - ausnahmsweise - allen gern zurück.
Nachdem ich nunmehr eure ungeteilte Aufmerksamkeit erlangt habe " sie lächelt leicht " erfahrt nun wer ich bin.

Man kennt mich nur als Nessaya Schattenfinger - jedoch geboren wurde ich als Cladwiga MacBrackahan. Da mir jedoch dieser Name nicht behagte, stahl ich mir einen besseren. Und auch diese Gestalt in der ich vor Euch stehe ist gestohlen. " Und mit beiden Händen greift sie sich ans Gesicht - ein kurzer Ruck ... ein Wirbel von Formen und Farben - und da wo gerade noch eine zierliche Teir D'ahl stand thront nun eine Frau, die es an Grösse und Breite fast mit Jupp aufnehmen könnte.
Eine Barbarin - ohne Zweifel - bei der die Dolche, die nur kurz in den Händen zu sehen sind, die Grösse von mittleren Zahnstochern zu haben scheinen.
Nebuchadnezzar , der sich von seiner Überraschung erholt hatte und wohl gerade im Begriff stand eine seine gefürchteten Bemerkungen von Stapel zu lassen, fallen die Spielkarten aus der Hand. Sein Mund formt derweil ein einzig rundes O was sich dann in einen leise gemurmelten Fluch verwandelt während er mit leicht gerötetem Kopf seine Karten einzusammeln beginnt.

"Ach ich vergass die Herz Dame für den Kartenspieler." sagt Nessaya. Und mit einer fast nachlässig anmutenden Bewegung wirft sie die Karte zu den anderen auf dem Tisch.
"Meine Kindheit war ein Nehmen und Geben - dass heisst ich nahm und musste zurückgeben - was mir nun überhaupt nicht behagte.
Aber irgendwann begriffen meine Eltern daß ich weder ein Händler oder Bankier werden könne und dass von den kämpfenden Zünften nur die Diebesgilde mir eine adäquate Ausbildung geben könne.
So baten sie den Leiter der örtlichen Diebesgilde mich in die Gilde aufzunehmen und meine Ausbildung zu fördern. Ha Ausbildung ! ... " Sie verstummt kurz nimmt einen Schluck Met aus dem Humpen und fährt fort.
" Das erste was passierte war dass mich die Gilde plünderte bis auf die Knochen, mir dann eine jämmerliche Tunika und einen billigen Dolch gaben und mich in die Eiswüste vor den Toren der Stadt schickte.
" Geh hin und stiehl dir dein Brot " sagten sie " Lerne zu überleben " brüllten sie mich an " Jammer nicht rum verweichlichtes Balg " tönten Sie und ließen mich allein in der Dunkelheit, die nur mühsam erhellt wurde von dem Widerschein der Sterne auf dem Eis der Everfrost Peaks"

Da stand ich da frierend und allein und kein Held oder Ritter nahm sich meiner an und als meine Verzweiflung gross genug war schlich ich an eine Bestie heran und tötete sie von hinten bevor sie noch recht wusste was war. Ich erbeutet 3 Copper. Mein nächstes Opfer hörte mich kommen und es entbrannte eine wilde Schlacht in der ich gerade überlebte und ich erkannte nur ein schleichender Dieb überlebt leicht. So begann mein Training.

Eines Tages - ich hatte mir gerade zuvor den Leitfaden für Diebe und Assassine Band 6 in der Gilde kaufen können - begab es sich dass meinem auserwählten Opfer einige Freunde beistanden und mein Leben schneller aus meinem Körper zu rennen schien als jemals zuvor. Da zirpte es an meiner Seite und ich erblickte ein Kind von 2 Monaten welches mich fragte ob ich der Hilfe bedürfe. Vor Verblüffung hielt ich im Kampfe inne - was mir jedoch nicht sehr gut bekam - erkannte jedoch dann dass es sich wohl nicht um ein Barbarenbaby handeln könnte da diese zum einen noch nicht sprechen können und zum anderen auch nicht so seltsam angezogen werden. Zudem war dieser Winzling für ein Barbarenbaby viel zu zart gebaut. PAH so ein Winzling und mir helfen wollen. Wäre meine Situation nicht so prekär gewesen hätte ich mich vor Lachen auf dem Boden gewälzt aber so rang ich mir ein kurzes knurrendes 'JA' ab. Was soll's dachte ich das verlängert das Sterben vielleicht um zehn oder zwanzig Sekunden. Aus den Augenwinkeln sehe ich wie dieser Winzling auf meine Gegner zeigt und anscheinend etwas sagte - seltsame Sprache war das - und dann tat die Hölle sich auf. Ein furchterregendes Lachen ertönte und ein Skelett stürzte herbei bei dessen Anblick mein Herz in meinen Tuchrock rutschte. Ich hatte ja schon manchmal die tödlichen Skelette gesehen, die in der Gegend ihr Unwesen trieben und war ihnen auch geflissentlich ausgewichen, aber im Vergleich mit diesem Skelett sahen sie doch nur aus wie kleine Schneehasen zu einem Eisbär. Aber anstatt mich nun anzugreifen und zu töten stürzte dieses Skeleltt sich auf meine Gegner und eh ich mich noch recht besinnen konnte war das Gemetzel - ja ..... das dürfte die treffendste Bezeichnung sein - auch schon vorüber. All meine Gegner wurden von diesem Etwas - welches in jeder Hand eine Waffe trug - einfach so in Stücke geschlagen.

Jedoch auch so schien meine letzte Stunde geschlagen, da das Blut in nicht endenden Strömen aus meinen Wunden floss. Ich fiel zu Boden die Dämmerung umfing meine Geist und es schien mir als ob dieser Winzling um meinen Leib zu beten schien. Nur starb ich nicht, die Dämmerung wich und ich sah einen Strom von Energie sich zwischen diesem Winzling und mir bewegen. Nunja eigentlich von dem Winzling zu mir und mit jedem Schub fühlte ich mich besser und gesünder, während sich bei dem Winzling dafür einige Wunden zu öffnen schienen. Nundenn ich kannte die Heilkraft der Schamanenkrieger aber dies war nun wirklich völlig anders und doch irgendwie auch gleich.



Weiter auf Seite 2 ;)
:monster:

Kilaara

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Mittwoch, 9. September 2009, 16:32

Nachdem ich wieder einigermassen bei Kräften war versiegte der Strom und der Winzling, bei dem ich erst jetzt feststellte dass es wohl eine Frau sein solle, setzte sich zu mir. 'Gestatte dass ich mich vorstelle' sagte ich zu meiner Retterin 'ich bin Nessaya, vom Clan der Diebe aus Hallas.' Sie stellte sich mir als Kilashandra Rhee vor Gnomin und Necromantin. Oha wie konnte ich mich nur so irren. Ich hatte in Hallas schon einige Krieger und Schamanen mit einem Nachnamen gesehen und es waren alles Meister ihres Faches, geachtet und gefürchtet zugleich, und ich dachte sie wäre ein Baby. Sie fragte mich ob sie meine Ausrüstung mal inspizieren könne und ich erlaubte es ihr. 'Naja das ist ja nicht gerade so das Maximum was du da hast' sagte sie 'da muss ich doch gleich mal schauen ob ich nicht noch das eine oder andere für dich in meinem Beutel habe.' Sie schnippte mit den Fingern murmelte wieder etwas in dieser seltsamen Sprache und dieses grässliche Skelett erschien und reichte ihr einen Rucksack in dem sie sofort zu kramen anfing. 'Ach ja' sagte sie so nebenher 'ignoriere ihn einfach er gehorcht meinen Befehlen und bewacht nun das Lager' - danach vertiefte sie sich wieder in ihren Rucksack. Ich hörte sie dabei Sachen murmeln wie ' hm das ist zu klein - das darf sie nicht tragen ... '. Schlussendlich sagte sie 'Ha da sind die Sachen ja ' und sie gab mir ein Bündel lederner Bekleidungsteile und obenaufliegend einen Dolch so schön und gut wie ich ihn in Hallas nur an den Gildenmeistern gesehen hatte. 'Hier' sagte sie ' mehr hab ich leider nicht dabei '. Und dabei hatte sie mich doch gerade mit einem wahren Schatz überhäuft.

Nachdem ich meine Ausrüstung mit den neuen Lederteilen verstärkt hatte und den Dolch an der Seite trug bereiteten wir unser Nachtmahl vor, denn der Tag ging doch nun schnell zur Neige. In dem darauf folgenden Gespräch erfuhr ich vieles von der Welt jenseits von Black Burrow und ich konnte nicht umhin anzumerken wie gerne ich doch in fremde Gegenden gehen wolle. 'Oh' meinte sie 'wie das Leben so trifft ist eine Freundin von mir in der Nähe der es eine Freude wäre dir zu helfen und uns beide in die Nähe von Freeport zu bringen damit ich dir aus meinem Bankfach noch die eine oder andere Kleinigkeit geben kann.'

Am nächsten Morgen, kurz nach dem reichhaltigsten Frühstück was ich bis dahin je zu mir genommen hatte, erschien dann diese Freundin. Ich war doch etwas verblüfft denn diese war gar nicht so winzig - obwohl normalgross konnte man das beim besten Willen nicht nennen - nein sie war eher klein und zierlich (etwa so gross wie ein Barbarenkind von sieben Jahren aber lange nicht so stabil gebaut ) und sie stellte sich als Crysania L'Epicea vor Druidin und Waldelfin. Hm was es nicht so alles gibt dachte ich. Nachdem wir uns zusammengestellt hatten murmelte die Druidin etwas in einer Sprache und - bevor ich noch recht wusste was passiere - standen wir auf etwas Grünem und es war warm. Ich war völlig verwirrt bis ich begriff dass dies wohl der angekündigte Transport gewesen sei. Hui was für ein Transport - was für eine Macht . Nunja um die Sache abzukürzen die beiden brachten mich durch eine grosse Wüste in eine riesige Stadt namens Freeport und dort wurde ich von beiden mit Sachen ausgestattet die ich bisher in Hallas nur in den Schaufenstern bewundern konnte.

Seitdem treffe ich sie an jeder Ecke dieser Welt so als ob sie beide ein waches Auge auf mich hätten und als ob es ihnen nie zuviel würde haben sie auch stets etwas neues besseres für mich dabei. Ihr Wirken und Verhalten hat meinen weitern Lebensweg doch etwas verändert. So fällt es mir nicht mehr so schwer anderen bedürftigen Wesen mit Gaben und Taten zu helfen und zu unterstützen.

Auf meinen Wegen durch diese Welt habe ich vieles erfahren und vernommen. So ist auch in den meisten Gegenden dieser Welt der Gildenname 'Circle of Heroes' bekannt. Und die guten Taten von Mitgliedern dieser Gilde werden häufiger erwähnt als die schlechten verflucht werden. Ich habe nunmehr erfahren dass meine beide Gönnerinnen dieser Gilde angehören und wollte mich ihnen und euch anschliessen denn wenn eine Gilde solch Mitglieder verschiedenster Rassen ihr eigen nennt dann kann eine rechtschaffene Assassine nur dort Mitglied werden wollen.



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Schade dass diese Form des Gamings dem ExpWahn zum Opfer gefallen ist.
:monster:

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